ALS – Oder wie eine Krankheit die zivilisierte Welt spaltet!

Stephen Hawkin

In den letzten Wochen konnten wir alle ein Massenphänomen beobachten, was durch Facebook und Youtube innerhalb kürzester Zeit die Online-Community auf die eine oder andere Art wahnsinnig gemacht hat. Die ALS-IceBukcketChallenge!
 
Ich selbst stand dem ganzen von Anfang an ein wenig skeptisch gegenüber, beteiligte mich aber trotzdem aus Solidarität und Gruppenzwang an der Aktion. Zuerst fand ich die Aktion lustig, verstand aber nicht wirklich, warum Menschen anfingen, sich wie verrückt Eiswasser über die Köpfe zu schütten. Nach einer kurzen Recherche verstand ich auch den Hintergrund dieser Challenge und fand es eigentlich eine lustige Idee, um auf eine Krankheit hinzuweisen, die bis Dato kein Mensch kannte. Dass alleine in Deutschland lediglich nur ca. 8.000 Leute davon betroffen sind, macht die Erforschung dieser tückischen Krankheit auch nicht gerade einfacher. Da es keinen Markt für ein Medikament gibt, dass von so wenig Menschen benötigt wird, interessiert die Entwicklung eines Heilmittels natürlich auch keinen Pharmakonzern wirklich ernsthaft! Gerade mit diesem Hintergrund, finde ich die angesammelte Menge an Geld auch großartig und hoffe, dass es für die nächsten Jahre die Entwicklungskosten deckt und sie eventuell auch ohne Tierversuche auskommen. Ups!!! Tierversuche??? Das wusste auch keiner der tausenden von Menschen, die diese witzige Aktion voller Euphorie und Tatendrang in die Welt getragen hatten. Ferner ist das ein Unterschied, ob einige hundert Menschen sich einen Eimer Wasser über den Kopf schütten oder gleich einige Millionen und das in einer Zeit, wo einige Firmen, wie Nestlé, versuchen unsere Wasservorräte zu privatisieren. Wenn man mal in Ruhe darüber nachdenkt, klingt das schon ein wenig merkwürdig – oder empfinde ich das nur so? Wie dem auch sei, wurden die wenigen Kritiker dieser Challenge in öffentlichen Blogs und Postings förmlich gesteinigt. Sie seien Spielverderber und hätten im Allgemeinen immer und an allem was auszusetzen und seien einfach nur verbitterte Pessimisten, die keinen Sinn für die Gesellschaft haben. Nun, da die ganze Welt sich beeist und aus einer anfänglich wundervollen Idee, die aus Freundschaft und Hilfsbereitschaft geboren wurde, ist letztendlich ein marketingträchtiger Selbstdarstellerzirkus geworden, wo wir nicht mehr unterscheiden können, ob es die Menschen aus Mitgefühl tun oder aber einfach nur wegen den 5 Minuten Ruhm auf der internationalen FB-Bühne. Ehrlich gesagt interessiert mich das gar nicht. Alleine der Gedanke, dass wir in der Lage sind, so viele Menschen mit einer Idee zu infizieren und damit ein Gemeinschaftsgefühl aufzubauen, gibt mir Hoffnung und ich gebe die Menschheit noch nicht komplett auf. Erstaunlich finde ich aber die Entwicklung, die nun gerade im Gange ist. Waren die Reaktionen am Anfang der Challenge noch durchweg positiv, mehren sich nun die kritischen Stimmen und es ist auf einmal hip das ganze einfach nur saudoof zu finden und alle, die mitmachen haben sowieso keine Ahnung, was so in der Welt los ist. Verdurstende Kinder in Afrika, Bomben im Gaza, Krieg in der Ukraine – und wir schütten uns fröhlich Eimer mit Eiswasser über die Köpfe.
Ich verstehe uns Menschen einfach nicht mehr! Müssen wir immer dafür oder dagegen sein? Kann man nicht eine Aktion kritisch beurteilen, aber sie trotzdem unterstützen oder zumindest respektieren? Wirklich geschadet hat diese Challenge doch niemanden. Die penetrant und in unzähligen Mengen geposteten Videos nerven mich auch, aber die Videos und Fotos der Gegner, die nun auf uns einprasseln, tun das auch! Ich verstehe auch, dass es viele ärgert, dass eine Sache wie die IceBucketChallenge Medial mehr Aufmerksamkeit bekommt, als sämtliche Nachrichten aus allen Krisengebieten der Welt, aber das ist nun mal Marketing. Man kann nicht jeden Tag Fotos von toten Kindern im Gaza posten und sich wundern, warum keiner hilft. Keiner sieht gerne solche Bilder auf seiner Pinnwand, obwohl ein jeder von uns weiß, was gerade in der Welt passiert – also blendet man es aus. Hätte man mit so einer Challenge vielleicht mehr Aufmerksamkeit erzielen können, um damit Frieden in die Ukraine oder in den Gaza zu bringen? Abwegiger Gedanke? Finde ich nicht! Es kam nur noch niemand auf die Idee, etwas lustiges zu diesem Thema zu machen, weil es unser Moralempfinden nicht zulassen würde. Bei Wasserverschwendung sehen wir das nicht so eng. Da fehlen die toten Kinder halt…
 
Stephen Hawkin, prominentestes Opfer dieser Krankheit, hat mal gesagt: ” Wie kann sich die menschliche Rasse in einer Welt, die sich politisch, sozial und in Umweltfragen im Chaos befindet, weitere hundert Jahre halten?”
 
Ich sag’s euch! In dem wir leben und leben lassen!

Peace,

euer Senay

Life is… what u’re missing while looking at ur smartphone!

Picture © Linus Ma / www.linus-ma.com

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Immer wenn ich das Gefühl habe, alles um mich herum wird mir wieder mal zuviel und ich quasi unter der Last des Socialisings zusammen zu brechen drohe, nehme ich mir eine kurze Facebook-Pause. Kurz bedeutet in diesem Fall immer so lange, wie ich es mir leisten kann und ich es nicht unbedingt vermisse. Es ist nun mal eine traurige Wahrheit, das heutzutage vieles was sich im Event, Mode, Fotografie- Medienbereich tummelt, nicht mehr ohne die Posting‘s, Einladungen und Fotos auf unser aller Lieblingsportal auskommt. Facebook kann dich innerhalb kürzester Zeit zum Star machen und ist damit die zweite große Macht im Onlinebusiness direkt nach YouTube!

Ich hätte auch Twitter oder Instagram löschen können, aber der Effekt wäre nicht der gleiche gewesen. Nicht mal ansatzweise! Ich muss mir tatsächlich ein zwanghaftes Verhalten eingestehen, was mein Onlineverhalten und die tägliche Nutzungszeit meines Facebook-Account betrifft. Das fast minütliche Checken meines Smartphones nach neuen Kommentaren auf meine Posts, dass hoffen auf Klicks wenn ich einen neuen Mix Online stelle oder aber einfach nur das Zählen der Likes die ich auf meine Bilder bekomme, machten mich süchtig nach mehr. Nach mehr Aufmerksamkeit, mehr Likes, mehr Liebe und mehr Anerkennung! Ich liebe und brauche das Gefühl verstanden und gemocht zu werden und die Selbstbestätigung die damit einhergeht. Ich begreife zum Teil bis heute nicht, was die vielen Menschen veranlasst mir, meinen Posts und meiner Musik zu folgen und mich so unglaublich dabei zu unterstützen,…… aber ich genieße es. Ich bilde mir ein, dass ich das Leben derer, die mir eine erfolgreiche Freundschaftsanfrage geschickt haben irgendwie bereichern oder aber auch belustigen kann, und wenn es auch nur jeden Tag ein Lächeln ist, dass ich durch meine Zitate, deren Autor meist natürlich unbekannt sind, auf die Gesichter der Menschen zaubern kann. Ich muß das Lächeln nicht einmal sehen aber ein Like ist ein guter „Ersatz“ dafür.

Die ersten Tage Abstinenz zeigen dir erst mal wie der Griff zum iPhone schon mehr als automatisch, fast unterbewusst abläuft ohne das ich wirklich Kontrolle darüber hätte. Wie ein Junkie der verzweifelt auf der Suche nach dem nächsten Schuss ist, schaue ich ständig auf mein Telefon, ob meine Dealer online und aktiv sind, hole mir dann meine tägliche Dosis Aufmerksamkeit und dröhne mich dann damit so zu bis ich die reale Welt um mich rum für ein paar wenige aber schöne Momente vergesse. Leider erhöht sich beim täglichen Konsum natürlich auch die Dosis nach oben und zack, findet man sich an einer billigen Bahnhofstoilette wieder und bettelt armselig nach freiem WLAN damit man nur ganz kurz seine Nachrichten überprüfen kann!

Social-Network-Overkill!!!

Nach nun 10 Tagen ohne Facebook, und das ist wahrlich keine lange Zeit um auf ein eigentlich völlig irrelevantes Medium zu verzichten, gehe ich heute wieder online! Ich muss zugeben, dass ich es vermisst habe und freue mich auf alle die mein Fehlen bemerkt haben, gehe aber wie immer nach so einer Pause mit ein wenig mehr Vorsicht an die Sache ran. Mir ist natürlich bewusst, das sich der krankhafte Drang ständig eingeloggt zu sein Tag für Tag ein wenig mehr überhand nehmen wird aber dann werde ich einfach wieder einen Urlaub beantragen und so geht wird das Katz und Maus Spiel zwischen mir, meiner Sucht und dem Leben Offline immer wieder aufs Neue beginnen.

Die Kunst ist es nicht das Neue zu verteufeln, sondern damit umzugehen und Bill Gates hatte das mal treffend formuliert:

Das Internet ist wie eine Welle: entweder man lernt auf ihr zu schwimmen, oder man geht unter!

Wir sollten alle wieder Schwimmen lernen!

Let Sunshine Dominate

Picture © Linus Ma / www.linus-ma.com

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Nach einem schier unendlich langen Winter der Berlin und Deutschland über Monate hinweg in seinem Würgegriff hatte, freut sich nun die Hauptstadt über die ersten sonnigen und warmen Tage des Jahres. Menschen, ausgehungert nach Licht und Wärme, stürmen bei 16 Grad raus in die Parks der Stadt, um in kurzen Hosen und Shirts den Sommer mit Gewalt herbei zu grillen! Und dann gibt es noch die anderen…

Menschen denen alles etwas zu schnell geht! Menschen die gemütlich auf der Couch sitzend alles auf sich zu kommen lassen! Menschen die ihrer Frühjahrsmüdigkeit erliegen und trotz all den wunderbaren Dingen die sie sich in den tristen Kältemonaten vorgenommen haben, es einfach nicht schaffen, ihre Astralkörper in Wallung zu bringen und ihre Winternarkose zu überwinden. Nach diesen unzähligen Tagen im Dunkeln, Nieselregen und Kälte braucht der Bio-Rhythmus nun mal, um sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Das aufstehen morgens fällt einem zwar immer noch sehr schwer, aber dank der Sonne, tut man es wieder gerne. Was also tun gegen müde Knochen die trotz einem erhöhten Dopaminspiegel durch Sonneneinstrahlung sich einfach nicht bewegen wollen!? Wenn das Fleisch schwer und der innere Schweinehund ein gemütlicher 120 Kilo-Bernhardiner ist!?

Die Lösung ist schlicht und ergreifend einfach nur die Menschen um uns herum! Freunde, Verwandte, Verliebte und Gabi, eine nette Dame vom Wochenmarkt, die seit Jahren einfach nur eine Institution im Berliner Currywurst-Geschäft ist. Menschen, die uns in solchen Momenten den kleinen aber nötigen Impuls geben, doch hinaus in die reale Welt zu gehen und Abseits von Fernsehen, Facebook und YouTube mal einen echten Grill anzuwerfen, eine runde Fußball mit richtigen Freunden auf dem Bolzplatz zu spielen und echten Frauen hinterher zu schauen.

LSD

Let Sunshine Dominate!

 

Euer Senay

Liebe oder so…

Picture © Linus Ma / www.linus-ma.com

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Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass die meisten Menschen ein völlig anderes Bild von Liebe haben, als ich oder ein verschwindend geringer Teil meines sozialen Umfeldes. Im Grunde unterscheide ich zwischen denen die von Liebe reden und den anderen die sie mit all ihren Konsequenzen leben. Liebe ist kein Gefühl, welches von einem anderen in dir erzeugt wird. Sie muss vorher schon da sein! Mann muss lieben wollen! Anders kann ich mir einfach nicht erklären, warum Menschen sonst in der Lage wären völlig nervige Angewohnheiten ihrer Partner einfach als sehr spezielle und  eigentlich niedliche Angewohnheit abzutun!? Das böse erwachen kommt erst nach dem finalen Streit und der daraus resultierenden Trennung. Wie??? Seit wann kannst du denn mein Schnarchen denn nicht leiden??? Ich dachte immer, es hätte eine beruhigende Wirkung auf dich!? Unser Blickwinkel verschiebt sich oder möglicherweise lässt  das Rosa schlagartig nach, trennt man sich erst einmal. Zurück zum Thema. Grundsätzlich stürze ich mich Hals über Kopf in meine Beziehungen und öffne mein Herz soweit wie möglich wobei ich meist nicht mal die Gründe nennen könnte, die im Endeffekt ausschlaggebend für mein verliebt sein waren. Ich will lieben und ist jemand gut zu mir tu ich das für gewöhnlich auch. Bis hierher unterscheiden sich die Verliebten während ihrer frühen Phase des erhöhten Dopaminpiegels nicht wirklich. Dort wo das verliebt sein aufhört entscheidet sich nun ob die Liebe beginnt oder ob man an jedem darauf folgenden Tag ein wenig mehr seines alten Lebens vermisst. Ist das der Fall ist das Ende faktisch schon besiegelt und es wird ein langsames und qualvolles Sterben folgen, ist man nicht bereit rechtzeitig die Reissleine zu ziehen. Liebt man einen Menschen, spielen die äußerlichen Begebenheiten keine Rolle. Möchte man mit einer Person zusammen sein,  sollte das wie und wo nicht so eine tragende Rolle spielen. Dass das in unserer heutigen Welt tatsächlich an Utopie grenzt ist mir mittlerweile schmerzhaft auch schon bewusst geworden. Man hat einen Traum, einen Plan oder einen Anspruch ans Leben und der Partner muss integriert werden. Er ist ja schließlich nur ein Teil MEINES Lebens. Man kann leider aber auch den richtigen Menschen wegen des falschen Lebens verlieren. Wieder einmal finde ich mich einem Punkt wieder, wo ich mir eingestehen muss versagt zu haben. Was auch immer es war, ich habe eine Teilschuld daran getragen aber dies auch zu verstehen fällt mir dennoch schwer. Ich kann mit logischen Antworten nichts anfangen, da mein Gefühl mir was anderes sagt. Auch ich wäre gerne in der Lage, das ganze Ausmaß meines Dilemmas voll zu begreifen aber das einzige was momentan wirklich deutlich spürbar für mich ist, sind Trauer, Enttäuschung und ein kleines bisschen Wut. Ich kann und will irgendwie nicht, dass mein Kopf die Kontrolle übernimmt. Ich fühle mich als Mensch einfach wohler wenn auch weiter der Bauch der Kapitän dieses zum sinken verurteilten, rostigen Kahns ist, der sich mein Leben schimpft. Solange meine Entscheidungen aus dem Herzen kommen, kann ich mir wenigstens sicher sein, dass sie zwar nicht unbedingt klug sind aber dafür mit Sicherheit Ehrlich. Ich hatte eine größtenteils wundervolle Zeit mit einer wundervollen Frau die mir in meinen Fähigkeiten als Philanthrop so ziemlich alles abverlangt hat aber es trotzdem geschafft hat mich, wenn auch nur für eine kurze Zeit, wieder Lieben fühlen zu lassen. Merkwürdig das ausgerechnet die schönsten Erinnerungen die größten Schmerzen verursachen… Ich bin traurig, dass sich unsere Wege nun trennen und hoffe, sie findet ihren.

Was mich betrifft, habe ich weiterhin auch Liebe im Herzen und verbleibe wie eine Briefmarke. Außen rauh und kantig und dahinter ein klebriger Hintergrund!

Passt auf euch auf,

Peace, euer Senay

Einfach mal Danke sagen …und ein wenig Meckern!

Picture © Linus Ma / www.linus-ma.com

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Schon seit Tagen quält mich das Bedürfnis wieder was zu schreiben, da ich ansonsten Gefahr laufe alles in mich hineinzufressen und da ich das weder meinem Magen, meiner Psyche oder meinem Dickdarm zumuten möchte, bringe ich es jetzt zu Papier oder wie in diesem Fall eher richtig, auf meinen Blog! Ich könnte mich zur Zeit so ziemlich über alles aufregen und bin zu dem Endschluss gekommen, dass die Menschheit einfach nur schlecht ist. Ein Großteil der Bevölkerung ist einfach intellektuell auf der Strecke geblieben und der jämmerlich Rest ist zu bequem und satt um wirklich auf die Barrikaden zu gehen und für ein besseres Miteinander endlich mal die Stimme zu erheben. Während in unserer direkten Nachbarschaft Kinder verkauft, gequält und missbraucht werden, zeigt sich Deutschland solidarisch mit einem Verurteilten Steuerhinterzieher und erstellt sogar Fanseiten um für seine vorzeitige Entlassung zu demonstrieren, während er seine Luxushaft noch nicht mal angetreten hat. Millionen fiebern mit einem Glatzköpfigen Weichei dessen unsagbar schwere Aufgabe darin besteht, aus einem Haufen Mediengeiler Flittchen die Liebe seines Lebens zu finden, die er vorher in mehreren vom Fernsehen inszenierten und finanzierten Fantasie-Dates, die er aus eigener Tasche niemals bezahlen hätte können, körperlich und geistig ausprobieren darf. Das wir nebenbei gerade in den 3. Weltkrieg getrieben werden interessiert da natürlich keinen. Hauptsache Angelina ist eifersüchtig und Katja hat ne Puffmutter! Schlagzeilen für ein Volk dass sie auch verdient! Die Welt brennt aber RTLII und Konsorten haben schon die passenden Würstchen für den Grillabend parat und Oliver Pocher wird das ganze natürlich Live moderieren. Eine professionelle Jury aus Promis wird gerade zusammengestellt und ich habe wie immer keine Ahnung was man zur Apokalypse eigentlich so anzieht. Ist Russland eigentlich auch eingeladen und bekommen die Griechen ihre Eintrittskarten auf Pump? Ich hoffe die Boing taucht auch wieder auf, sonst haben die Passagiere ja nichts vom Untergang. Wir steuern Roboter auf dem Mars aber schaffen es angeblich nicht dieses verdammte Flugzeug zu finden. Würde mich nicht wundern, wenn das alles nur ein Werbegag von Network ABC wäre und sie nur Promo für die neue Staffel von Lost machen. Unbezahlbar??? Nicht für das Fernsehen! Moralisch verwerflich??? Nicht für das Fernsehen! Unmöglich??? Nicht für das Fernsehen!

Irgendwie habe ich keine Lust mehr auf Erde und Menschen und so… Ich bin unserer Welt einfach nur noch überdrüssig. Was ist es aber, was mich trotzdem dazu bringt einen neuen Tag zu beginnen. Was lässt mich jeden Tag aufs neue hoffen und den Glauben an die Zukunft und die Tatsache, dass es irgendwann besser wird, nicht verlieren!? Das seit ihr!!! Meine Kinder, meine Frau, meine Familie und meine Freunde! Wenn ich mir mein Umfeld und die Menschen die darin enthalten sind ansehe, kann ich nicht verstehen, warum die Welt so abgrundtief schlecht ist. Meine Freunde sind definitiv nicht Schuld daran! Ihr seid  (um das ganze mal in alphabetischer Reihenfolge zu sortieren) abenteuerlich, aktiv, angenehm, animalisch, anmutig, anregend, anspruchsvoll, anziehend, aphrodisierend, atemberaubend, athletisch, attraktiv, aufreizend, ausgelassen, außergewöhnlich, außerordentlich, bedeutend, beeindruckend, beflügelnd, befreiend, begehrenswert, begeisternd, beglückend, belebt, berauschend, besonders, bewundernswert, bezaubernd, brillant, charismatisch, charmant, dominant, duftend, dynamisch, echt, edel, ehrlich, einfühlsam, einzigartig, ekstatisch, elegant, emotional, empfehlenswert, entzückend, erfrischend, erhellend, erotisch, erregend, erstaunlich, erstklassig, exklusiv, extravagant, exzellent, fabelhaft, fantastisch, faszinierend, fein, fesselnd, feurig, freizügig, freudig, freundlich, frisch, fröhlich, geheimnisvoll, geliebt, genüsslich, geschmackvoll, gigantisch, glänzend, grandios, gravierend, grenzenlos, großartig, harmonisch, heißblütig, hemmungslos, herrlich, hervorragend, hübsch, humorvoll, ideal, imponierend, individuell, intelligent, intensiv, interessant, knallig, königlich, kostbar, kraftvoll, kunstvoll, lebhaft, leidenschaftlich, leuchtend, liebenswert, lustvoll, luxuriös, mächtig, magisch, märchenhaft, mitreißend, mysteriös, mystisch, packend, perfekt, phänomenal, phantastisch, positiv, potent, prächtig, prall, rasant, real, rein, reizend, riesig, romantisch, scharf, schön, selbstlos, selbstsicher, selten, sensationell, sensibel, sexy, sinnlich, spannend, spektakulär, stark, stilvoll, sympathisch, traumhaft, überlegen, überwältigend, unfassbar, unglaublich, unwiderstehlich, verblüffend, verführerisch, verlockend, warmherzig, wertvoll, wild, wohlriechend, wunderbar, wunderschön, wundervoll, zärtlich und zuverlässig!

Vielen Dank dafür!

Peace,

Euer Senay

Fucking Frühling

Picture © Linus Ma / www.linus-ma.com

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Wie sehr mir in den letzten Monaten die Sonne gefehlt hat, merke ich erst jetzt wo sich ihre ersten wärmenden Strahlen langsam durch Wolken und Smog in die Straßen meiner Hauptstadt kämpfen. Im Sommer tust du gut und im Winter tut´s weh. Treffender als Seeed damals kann man die Jahreszeiten in Berlin gar nicht beschreiben. Unser Winter ist meist kalt, windig und hart aber sobald die ersten Anzeichen des Frühlings unserer ach so tristen Mudderstadt neues Leben einhauchen, ist das die tollste Stadt der Welt. Es muss nicht einmal warm sein, nur hell! Ausgehungerte Menschen strömen in Massen in die Parks auf der Suche nach Sonne, Straßencafes bringen ihre Terrassenmöbel auf Hochglanz und unsere Flohmärkte schießen wie Löwenzahn aus dem harten Asphalt. Aber auch die Liebe kehrt wieder zurück in die Stadt. Waren die letzten Monate noch geprägt von schlechter Laune, Unzufriedenheit und Aggressionen, so fangen die Menschen wieder an zu strahlen und ein kleines aber feines Lächeln huscht ihnen immer wieder grundlos über ihre Gesichter. Für mich beginnt nun die schönste Zeit, die man in Berlin erleben darf. Nach über 13 Jahren Wahlberlinerschaft vergisst man manchmal wie die ersten Monaten in dieser unglaublichen Stadt waren. Die Aufregung endlich ein Teil dieser bunten Vielfalt zu sein, an jeder Ecke die Geschichte zu spüren die diese Stadt so geprägt hat und die Inspiration die förmlich aus jeder Gasse jedes Bezirkes auf einen niederprasselt. Ich freue mich schon auf das Gesicht meiner Perle, wenn ich sie das erste mal in den Mauerpark zerre und sie mir mit ihrer unvergleichlichen Art sich über bunten Menschen freuen zu können, die Gelegenheit gibt, die Stadt noch einmal mit ihren vorurteilsfreien Augen zu betrachten und mich vielleicht ein weiteres mal in sie zu verlieben. In meine Frau, wie auch in meine Stadt. Ich kann jetzt schon ihr ausgelassenes Quieken hören, wenn sie zum ersten mal nur alleine den Flohmarkt sieht und an jedem Stand euphorisch nach mir schreit! Mit ihr ist jeder Frühling, wie mein zweiter Frühling, jedes Gefühl so intensiv wie kein anderer und jeder Tag wie mein letzter auf Erden sein sollte. Ich hatte tatsächlich vergessen, warum ich eigentlich so gerne hier wohne und was mir Berlin alles gegeben hatte. Sie hatte mir auch einiges genommen. Den Glauben an die Menschheit und an die Lehren, die mir meine Eltern mitgegeben hatten, damit aus mir doch noch was anständiges wird. Ehrlichkeit, Respekt, Authentizität, Freundlichkeit und Offenheit, alles Dinge, die hier in den letzten Jahren durch viele der Blender bis aufs Mark erschüttert worden sind aber trotz alledem noch da sind. Man sieht sie im Winter zwar nicht so oft, da sie sich unter dicken Jacken und Fellmützen zu verstecken scheinen aber sie sind definitiv noch da. Der Frühling bringt alles wieder zum Vorschein!

Mit Danny durch die Strassen zu ziehen ist wie die Welt noch mal mit Kinderaugen sehen. Alles ist neu, bunt und fröhlich und nett sein macht wieder Spaß. Probiert es aus und ich verspreche euch das Berlin immer noch die “Alte” ist!

Es ist fucking Frühling!!!

Euer Senay,

Peace!

Werde alt und bleibe Kind!

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Alle die immer noch ein Kuscheltier aus ihrer Kindheit besitzen und es lieben bitte mal die Hand heben. OK… Das sind einige. So, und jetzt heben alle die Hand, die es heute noch schaffen mit diesem Überbleibsel früherer und glücklicherer Zeiten zu spielen. Na, da gehen aber einige Hände  wieder runter. Warum fällt uns so schwer das Kind in unserem Herzen am Leben zu halten? Warum sind wir peinlich berührt, wenn man uns beim Spielen mit alten Spielsachen aus dem Keller erwischt? Und warum, verdammt noch mal, ist es so wichtig sich erwachsen zu benehmen wenn einem eigentlich nach wildem rumgehüpfe auf dem ehelichen Doppelbett ist? Keine Ahnung warum ich mir diese Fragen stelle, denn eine plausible Antwort habe ich darauf leider nicht. Zum Erwachsenwerden gehört allgemein üblich dazu, dass man den Ernst des Lebens kennen lernt und einsehen muss, dass das Lieben und Leben kein sommerlicher Spaziergang durch eine Blumenwiese ist. Verantwortung übernehmen und die Welt mitgestalten damit es unseren Kindern einmal besser geht als uns. Das sind die ehrenwerten Ziele, die wir uns selbst gesteckt haben. Seien wir mal ehrlich aber besonders talentiert stellen wir uns dabei nicht an. Wir befinden uns am Abgrund unserer Existenz, dem wir natürlich mit Contanance und Selbstbeherrschung entgegen treten, so wie das Erwachsene nun mal tun würden, anstatt die letzten Momente die uns bleiben mit Menschen zu verbringen, die uns glücklich machen und Dinge zu tun, die uns Freude schenken und uns vielleicht ein letztes glückliches Funkeln in die Augen zaubern könnten. Wir würden uns eher anständig an einen Tisch setzen und wie Erwachsene ruhig und besonnen auf den Untergang warten. Eigentlich würden wir wahrscheinlich eher durchdrehen und plündernd und brandschatzend durch die Strassen ziehen und herumschreien wie kleine Mädchen und  darauf hoffen, eine höhere Macht möge uns doch bitte retten. Kinder nehmen solche Situationen ganz anders war. Natürlich wären sie erst voller Angst und würden den Ernst der Situation nicht wirklich begreifen aber würde man ihnen einfach nur sagen, dass ihnen nur noch 24 Stunden übrig bliebe, dann würden sie, und dafür lege ich meine Hand ins Feuer, ihre Lieblingsspielsachen holen, fragen ob sie ihre Freunde noch mal sehen können und dann einfach nur spielen und versuchen Spaß zu haben. Kinder haben ein viel besseres Gespür für die wirklich wichtigen Dinge im Leben, als wir Alten es je wieder haben werden. Mir wurde in einer meiner früheren Beziehungen mal gesagt, ich solle mich doch bitte meinem Alter entsprechend anziehen. Meinen beiden Jungs gefällt aber die Art wie ich mich Kleide. Ich bezweifle, dass mich ein Anzug zu einem besseren Menschen machen würde aber ich denke, es würde mein Umfeld beruhigen. Und genau hier fängt der Hamster an zu humpeln!

Wir werden nicht erwachsen, weil es gut für uns ist, sondern weil es gut für die Gesellschaft ist. Das Verhalten Erwachsener ist eine Norm, die wir unseren Kindern versuchen überzustülpen, weil wir der Meinung sind, sie wären dann nicht mehr so unberechenbar. Wenn man so und so alt ist, dann macht man die Dinge halt so und so. Kinder sehen die Dinge nicht ganz so rational. Natürlich wären unsere Taten nicht mehr so effektiv, würden wir uns den lieben langen Tag nur noch kindisch verhalten aber ich bin mir sicher sie würden viel mehr Spaß machen. Spaß ist zwar nicht alles im Leben aber Spaß ist essenziell.  Meine Jungs haben mich gelehrt, wie wichtig es für mich selbst ist, manchmal dem kleinen Monster in mir seinen Ausgang zu gewähren und einfach mal das erstbeste zu tun, was mir in den Sinn kommt, solange es nur lustig und kindisch ist, und Achtung ganz wichtig, niemandem schadet. Glaubt mir Leute, es macht heute noch genauso viel Spaß wie früher mit Matchboxautos zu spielen und dabei die quietschenden Reifen selbst zu synchronisieren. Wann habt ihr euch das letzte mal eine Decke auf den Rücken geworfen und Batman gespielt? Kind zu sein war mal ein unglaublich schönes Gefühl und das kann man sich erhalten. Anstatt unseren Kindern nur etwas beibringen zu wollen, sollten wir vielleicht mal schauen, was wir von ihnen noch lernen können. Ein jeder von uns sollte niemals ganz die Verbindung zum Kind in uns verlieren und es ab und zu mal zum spielen ausführen.

Wilhelm Schlichting hat mal gesagt, “Eigentlich sollte die glücklichste Zeit des Lebens die Kindheit sein aber ich bezweifle das, denn man muss erst alt werden, um das zu wissen!” Irgendwie traurig, findet ihr nicht!?

Wenn wir wir es selbst schaffen uns daran zu erinnern, dass unsere Kinderjahre die schönsten waren, wären wir dann vielleicht auch in der Lage unserem Nachwuchs beizubringen diese zu genießen und sie müssten in der heutigen Welt nicht immer schneller erwachsen werden.

In diesem Sinne, sucht das Kind in euch! Es soll mich anrufen und wir treffen uns zum Spielen!

Peace

Euer Senay