Life is… what u’re missing while looking at ur smartphone!

Picture © Linus Ma / www.linus-ma.com

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Immer wenn ich das Gefühl habe, alles um mich herum wird mir wieder mal zuviel und ich quasi unter der Last des Socialisings zusammen zu brechen drohe, nehme ich mir eine kurze Facebook-Pause. Kurz bedeutet in diesem Fall immer so lange, wie ich es mir leisten kann und ich es nicht unbedingt vermisse. Es ist nun mal eine traurige Wahrheit, das heutzutage vieles was sich im Event, Mode, Fotografie- Medienbereich tummelt, nicht mehr ohne die Posting‘s, Einladungen und Fotos auf unser aller Lieblingsportal auskommt. Facebook kann dich innerhalb kürzester Zeit zum Star machen und ist damit die zweite große Macht im Onlinebusiness direkt nach YouTube!

Ich hätte auch Twitter oder Instagram löschen können, aber der Effekt wäre nicht der gleiche gewesen. Nicht mal ansatzweise! Ich muss mir tatsächlich ein zwanghaftes Verhalten eingestehen, was mein Onlineverhalten und die tägliche Nutzungszeit meines Facebook-Account betrifft. Das fast minütliche Checken meines Smartphones nach neuen Kommentaren auf meine Posts, dass hoffen auf Klicks wenn ich einen neuen Mix Online stelle oder aber einfach nur das Zählen der Likes die ich auf meine Bilder bekomme, machten mich süchtig nach mehr. Nach mehr Aufmerksamkeit, mehr Likes, mehr Liebe und mehr Anerkennung! Ich liebe und brauche das Gefühl verstanden und gemocht zu werden und die Selbstbestätigung die damit einhergeht. Ich begreife zum Teil bis heute nicht, was die vielen Menschen veranlasst mir, meinen Posts und meiner Musik zu folgen und mich so unglaublich dabei zu unterstützen,…… aber ich genieße es. Ich bilde mir ein, dass ich das Leben derer, die mir eine erfolgreiche Freundschaftsanfrage geschickt haben irgendwie bereichern oder aber auch belustigen kann, und wenn es auch nur jeden Tag ein Lächeln ist, dass ich durch meine Zitate, deren Autor meist natürlich unbekannt sind, auf die Gesichter der Menschen zaubern kann. Ich muß das Lächeln nicht einmal sehen aber ein Like ist ein guter „Ersatz“ dafür.

Die ersten Tage Abstinenz zeigen dir erst mal wie der Griff zum iPhone schon mehr als automatisch, fast unterbewusst abläuft ohne das ich wirklich Kontrolle darüber hätte. Wie ein Junkie der verzweifelt auf der Suche nach dem nächsten Schuss ist, schaue ich ständig auf mein Telefon, ob meine Dealer online und aktiv sind, hole mir dann meine tägliche Dosis Aufmerksamkeit und dröhne mich dann damit so zu bis ich die reale Welt um mich rum für ein paar wenige aber schöne Momente vergesse. Leider erhöht sich beim täglichen Konsum natürlich auch die Dosis nach oben und zack, findet man sich an einer billigen Bahnhofstoilette wieder und bettelt armselig nach freiem WLAN damit man nur ganz kurz seine Nachrichten überprüfen kann!

Social-Network-Overkill!!!

Nach nun 10 Tagen ohne Facebook, und das ist wahrlich keine lange Zeit um auf ein eigentlich völlig irrelevantes Medium zu verzichten, gehe ich heute wieder online! Ich muss zugeben, dass ich es vermisst habe und freue mich auf alle die mein Fehlen bemerkt haben, gehe aber wie immer nach so einer Pause mit ein wenig mehr Vorsicht an die Sache ran. Mir ist natürlich bewusst, das sich der krankhafte Drang ständig eingeloggt zu sein Tag für Tag ein wenig mehr überhand nehmen wird aber dann werde ich einfach wieder einen Urlaub beantragen und so geht wird das Katz und Maus Spiel zwischen mir, meiner Sucht und dem Leben Offline immer wieder aufs Neue beginnen.

Die Kunst ist es nicht das Neue zu verteufeln, sondern damit umzugehen und Bill Gates hatte das mal treffend formuliert:

Das Internet ist wie eine Welle: entweder man lernt auf ihr zu schwimmen, oder man geht unter!

Wir sollten alle wieder Schwimmen lernen!

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Ein Gedanke zu “Life is… what u’re missing while looking at ur smartphone!

  1. moin senay, schön wieder was dir ..an erster stelle zu lesen und dann dich wieder „hier“ zu wissen…kenn uns zwar noch immer nicht persönlich aber als du von deiner abstinz, für glaube 30 tage berichtet hattest, dachte ich…och nöö jetzt ist er erstmal weg. deine zitate morgens (wann auch immer morgens in berlin ist 😉 hatten sich schon bei mir zu sowas wie die täglichen nachrichten eingebrannt und idann schwupps weg 😦 waren sie….ich verstehe dich nur zu gut und sehe es auch so !!!! auch ich bin ein junkie der social welle und lerne langsam mich auf dem board zu halten auch wenn ich manchmal runterfalle und ordentlich nass werde aber das gehört wohl dazu. solange wir noch wissen was das richtige leben für uns bedeutet und parat hält ist alles ok hoffe ich..schön dich wieder hier zu wissen

    dein „unbekannter“ freund martin

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