Der Sinn des Lebens

 

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 © Linus Ma / http://www.linus-ma.com

Der Sinn des Lebens

 

Am 05.12. des letzten Jahres hat ein emotionales Erlebnis wieder einmal die Säulen meiner Prioritäten erschüttert und obwohl ich nicht das erste mal Vater geworden bin, war dieses mal eine noch tiefgreifendere Erfahrung für mich, als bei meinen beiden Jungs davor. Versteht mich bitte nicht falsch! Ich meine damit nicht, dass die Geburt meiner Söhne in mir weniger Gefühle hervorgerufen hätte, als die Geburt meiner Tochter. Nein, vielmehr waren es die Umstände, die es mir heute erst ermöglicht haben, dieses Wunder auch mit der nötigen Ehrfurcht zu erfahren. Mag sein, dass ein gewisses Alter von Nöten ist, um überhaupt begreifen zu können, was ein Kind und dessen Geburt für sich und sein gesamtes Leben von Bedeutung hat. Möglich ist auch, dass man durch die fehlende Angst vor dem Unbekannten eher in der Lage ist, sich aktiv auf die Geburt einzulassen und sich als Teil des ganzen zu erfahren und nicht nur als Zaungast, so wie es sonst auch vielen Vätern im Kreissaal ergeht, die am Ende wenigstens noch die Nabelschnur durchschneiden dürfen damit sie auch was getan haben. Ich bin in einem Alter angekommen, wo ich mich über die schlaflosen Nächte freue. Ich bin stolz über jede Windel die ich wechseln darf und genieße jede Minute in der sie schreit und ich sie beruhigen darf. Auch all die anderen Dinge während und nach der Schwangerschaft, die viele andere Männer an den Rand der Verzweifelung getrieben haben, bewirkten eher das Gegenteil in mir. Ich sehe meine Frau nun mit anderen Augen und nehme ihre Teils hormongesteuerten Verzweifelungstaten nicht mehr als persönlichen Angriff war, sondern als einen subtilen Ruf nach Unterstützung, dem ich mittlerweile mit einem Lächeln auf den Lippen gerne folge. Alles in allem bin ich geduldiger, ruhiger und älter geworden und somit endlich in der Lage meine Kinder als das zu sehen, was sie sind und nicht mehr als eine Verantwortung, die wie eine schwere aber süße Last auf meinen Schultern liegt. Denn sie sind der Sinn meines Lebens!

 

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 © Linus Ma / http://www.linus-ma.com

 Wenn wir uns das Leben an sich betrachten und uns fragen, was denn nun wirklich der Sinn unseres Daseins sein könnte, komme ich nur noch auf eine Antwort.

Der Zweck des Lebens, ist das Leben selbst, sagte einst Goethe und er könnte nicht mehr Recht mit dieser Aussage haben. Wenn es nur darum geht, unseren Fortbestand und damit die Evolution an sich zu sichern, dann gibt es für mich nur zwei Dinge die ein jeder von uns tun sollte und wir alle würden in eine Glückliche Zukunft blicken.

 

Punkt 1:

Setzt Kinder in die Welt!

Wenn wir keine Kinder mehr bekommen, brauchen wir uns über die Zukunft keine Gedanken mehr zu machen, weil es keine geben wird. Hierbei ist mir auch völlig egal, in welcher Konstellation ein Kind zur Welt kommt. Es spielt keine Rolle ob ein Kind Mutter und Vater hat oder nur zwei Väter, ob es zwei Mütter hat oder nur eine Alleinerziehende, ob Papa gerne Frauenkleider am Wochenende trägt oder Mama ab und an an der Stange tanzt. Solange die Kinder geliebt werden und in einer sie liebenden Umgebung aufwachsen, ist mir völlig egal, wer sie großzieht. Es gibt keine Norm für die Erziehung von Kindern und wird es auch nie geben. Das was früher als normale Familie bezeichnet wurde, ist heute bereits von Alleinerziehenden und getrennt lebenden Paaren abgelöst worden. Statistisch gesehen, gibt es mehr getrennte Paare mit Kindern, als normale Familien mit Trauschein. Was also ist normal?

 

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Punkt 2:

Erzieht eure Kinder zu anständigen Menschen!

Zur Zeit habe ich das Gefühl, dass dumme unzufriedene Menschen, dumme unzufriedene Kinder zur Welt bringen, während die, die Kinder bekommen sollten eher darauf verzichten diese in diese kaputte Welt zu setzen. Wir können diese Welt nicht alleine und auch nicht mit unserer begrenzten Lebensdauer entscheidend verändern, so dass eine friedliche Koexistenz aller Lebewesen auf einer gemeinsamen Mutter Erde möglich wäre. Wir können lediglich, die uns möglichen kleinen Schritte tun und unseren Kindern die nächsten überlassen und hoffe, dass sie nicht nur aus unseren Fehlern lernen, sondern sie vielleicht gar nicht erst vergessen. Das funktioniert aber nur wenn wir ihnen auch die richtigen Werte mit auf den Weg geben.

Wenn wir unsere Kinder zu konsumorientierten Egoisten erziehen, die mit Neid und Misstrauen im Herzen versuchen ihren Platz im System zu finden, werden sie diesen Planeten genauso vergewaltigen, wie ihre Eltern zuvor. Bringen wir ihnen unverkäufliche Werte bei wie Respekt, Liebe, Loyalität und Ehrlichkeit, werden sie vielleicht nicht Reich aber dafür Glücklich. Nicht Luxus sollte ihr Antrieb sein, sondern innere Frieden.

 

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Aber was rede ich…

Wir leben in einer Welt, in der eine junge 20 jährige Bloggerin im deutschen Fersehen noch jüngeren Menschen sagt, sie seien noch zu jung und unsicher um auf der Bühne zu stehen. Eine Frau, die in der Sendung fünf mal die Perücke wechselt und sich ungeschminkt für ihr Aussehen schämt erzählt unseren Kindern was von Selbstvertrauen! 16 Jährige Youtuber geben Teenagern Flirt-Tips die sie bei anderen coolen Bloggern in Amerika gesehen haben, die wiederum ihre Erfahrungen aus HipHop Videos haben. Wir haben die Erziehung und Bildung unserer Kindern aus der Hand gegeben um arbeiten zu können und beruhigen unser schlechtes Gewissen mit der Lüge, wir würden es für sie tun. Wir tun es aber für uns und das System und für ein Stück von der Luxustorte.

 

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Zu all dem Luxus, den unsere westliche und zivilisierte Welt von allen anderen Unterpriviligierten und Dritteweltländern unterscheidet, möchte ich nur eine Frage stellen.

Wenn Reichtum zum Glücklichsein so wichtig ist, warum verlieren dann Kinder selbst in den ärmsten Ländern nicht ihr Lächeln?

 

 

Peace,

euer Senay

 

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2 Gedanken zu “Der Sinn des Lebens

  1. Hallo echt ein schöner Gefuhlvolker Text und das von einem Mann; -) ich denke auch das das ein gute Interpretation vom Sinn des Lebens ist. Super! Besuch mich mal wenn du Lust hast LG Mission Mom

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